biolitec® in der Urologie

Minimal-invasive Therapie

TULA® bei Blasentumoren

Neue Möglichkeiten bei Blasentumoren mit der TULA-Lasertherapie!

Herr Dr. Stephan Tauber eröffnete 2021 mit seiner Kollegin und Frau Dr. Maryam Aalamian-Mattheis das urologische Centrum „AMCURO“ in Hamburg und arbeitet seither dort mit der TULA-Lasertherapie bei Blasentumoren. Als Urologe praktiziert er inzwischen über 20 Jahre.

  1. Herr Dr. Tauber, bereits Ihre Doktorarbeit beschäftigt sich mit Harnblasenkarzinomen. Warum haben Sie sich für den Fachbereich der Urologie entschieden?

Blasentumore sind die zweit häufigsten Tumore des Harntrakts. Aufgrund der ansteigenden Lebenserwartung sowie unserer Lebensumstände wird dieser Tumor in nächster Zeit deutlich häufiger auftreten. 
Die Harnblase bietet sich als gut zugängliches Hohlorgan für örtliche Behandlungen an.

  1. Geben Sie uns doch kurz ein Paar Informationen zu der Erkrankung: Wie häufig ist Blasenkrebs, wie wahrscheinlich eine Heilung und wie sieht es mit Rückfällen aus?

Neuerkrankungen treten etwa bei zwanzig von 100.000 Menschen auf. Da der Tumor meist auf die oberflächlichen Harnblasenschichten begrenzt ist, sind die Heilungschancen überwiegend sehr gut, das heißt über 80%. Allerdings muss in etwa 50% der Fälle mit Rezidiven gerechnet werden.
 

  1. Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich bei der Diagnose Blasenkrebs?

Zunächst wird der Tumor durch die Harnröhre entfernt. Dadurch ergibt sich auch die Diagnose sowie die Einschätzung zur Aggressivität.

 

  1. Mit der neuen TULA-Lasertherapie kann man Blasentumore ambulant und ohne Narkose entfernen. Für welche Patienten ist sie geeignet und für welche nicht?

Durch die TULA-Lasertherapie eröffnen sich neue Möglichkeiten. Das tragbare und sehr leicht bedienbare Gerät eignet sich auch im ambulanten Einsatz. So können kleine Tumore schon direkt nach ihrer Diagnose sicher behandelt werden, da der Laser Blutgefäße verschließt und daher Blutungen selten sind. 

 

  1. Warum verwenden Sie die Lasertherapie in Ihrer Praxis?

Durch die Lasertherapie lassen sich die Tumore schonend und sicher behandeln. Wir entnehmen Proben für die Histologie mit speziellen Zangen und behandeln dann das Tumorgebiet mit dem Laser großzügig nach. 

 

  1. Ist die Therapie zur Behandlung von Rückfällen geeignet?

Blasentumoren haben sehr hohe Rezidivraten (Rückfallraten), zwischen 40-60%. Dies liegt allerdings auch an der Tumorbiologie und daran, dass diese multifokal – also an mehreren Stellen – entstehen können. Durch den Laser können verdächtige Schleimhautbereiche bereits frühzeitig behandelt werden. Dadurch sollten sich Rückfälle reduzieren lassen.

 

  1. Wie geht es nach der Behandlung weiter?

Das weitere Vorgehen richtet sich nach den feingeweblichen Untersuchungen. Auf jeden Fall sind engmaschige Kontrolluntersuchungen nötig.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://amcuro.de/